Gefahrgut-Einsatz in Blankenstein

Am Samstag, 28. November 2020, heulten gegen 10.30 Uhr in Blankenstein und Mohorn die Sirenen. Beim Lesen der Alarmmeldung staunten die Kameraden nicht schlecht: „verdächtiger radioaktiver Stoff – Radium des Lebens“ war auf den Pagern zu lesen. Spaziergänger entdeckten am Waldrand in Blankenstein eine verdächtige Box mit der Aufschrift „Radium des Lebens“. Eine schnelle Recherche ergab, dass vor einhundert Jahren Trinkbecher mit Radium-Einsätzen hergestellt wurden. Man glaubte damals, das Trinken des mit Radium in Verbindung gebrachten Wassers fördere die Gesundheit. Die Becher trugen die Inschrift „Radium des Lebens“. Von den Bechern geht eine erhöhte Gefahr aus, wenn der Radium-Einsatz beschädigt wird. Bei dem in Blankenstein gefundenen Becher war von außen keinerlei Aussage zum Zustand im Inneren möglich.

Die Kameraden aus Blankenstein sicherten die Einsatzstelle ab. Die aus Wilsdruff mit dem Einsatzleitwagen ausgerückten Kameraden übernahmen die Einsatzleitung. Aus Mohorn fuhren der Einsatzleitwagen, das Löschfahrzeug sowie der ABC-Erkundungskraftwagen an. Letzterer erwies sich als Schlüsselfunktion für den weiteren Einsatzverlauf. Zwei Kameraden rüsteten sich vor Ort mit der Schutzausrüstung gegen radioaktive Strahlung aus. Bestückt mit einem Messgerät gingen die Kameraden zur Lageerkundung vor. Eine erste Entwarnung sorgte für Erleichterung: von außen waren keine erhöhten Strahlungswerte festzustellen. Anschließend wurde der Becher geöffnet, um die Strahlung im Inneren zu messen. Es ergab sich, dass die Werte zwar erhöht waren, jedoch keine Gefahr für die Umwelt bestand. Der Becher wurde gesichert und einer Spezial-Entsorgung durchgeführt.

Team Öffentlichkeitsarbeit

By | 2021-02-14T22:48:58+01:00 November 28th, 2020|