19. Ausbildungswoche der Jugendfeuerwehr 8.-13. Juli 2019

„Jugendfeuerwehr – Stillgestanden!“ hieß es dieses Jahr vom 8. bis 13. Juli an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) in Nardt bei Hoyerswerda. In dieser Woche führte die Jugendfeuerwehr Sachsen die nunmehr 19. Ausbildungswoche durch. Von Montag bis Donnerstag hatten Jugendliche die Möglichkeit für die Abnahme der Leistungsspange – der höchsten Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr – zu trainieren. Wie jedes Jahr wurde die LFKS in dieser Woche mittels symbolischer Schlüsselübergabe an den Landesjugendfeuerwehrwart zur „Landesjugendfeuerwehrschule Sachsen“.

Fünf Prüfungen – 1.500 Meter Staffellauf, Kugelstoßen, Schnelligkeitsübung „lange Wegstrecke“, Vortragen und Aufbau eines Löschangriffs und Gruppengespräch – müssen von einer Gruppe (neun Personen) absolviert werden, um die Leistungsspange erfolgreich abzulegen. Das heißt, es zählt nicht die einzelne Leistung, sondern die Leistung der gesamten Mannschaft. Teamarbeit steht an erster Stelle. Auch der Gesamteindruck der Gruppe während der ganzen Woche geht mit in die Wertung ein.

In diesem Jahr hatten Lena Mey (JF Mohorn), Paul Julius Preißiger (JF Grumbach) und Sven Iwainsky (JF Blankenstein) die Möglichkeit, an der Ausbildungswoche teilzunehmen.

An der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule konnte über die gesamte Woche die in den letzten Jahren erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit mit den Jugendfeuerwehren des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fortgesetzt werden. So bildeten sich zwei Mannschaften: Die Gruppe „Folgas“ bestehend aus den Jugendfeuerwehren Rathmannsdorf, Bad Gottleuba und Wilsdruff sowie die Gruppe „Knallgas“ aus den Jugendfeuerwehren Freital und Königstein.

Die einzelnen Teams trainierten täglich hart, ehrgeizig und mit größter Disziplin. Schon nach kurzer Zeit wuchsen sie zu geschlossenen Mannschaften heran. Auf dieser Basis konnte das Leistungsabzeichen am Freitag erfolgreich abgenommen werden.

In ihrer Freizeit hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über die Arbeit an der Landesfeuerwehr– und Katastrophenschutzschule zu informieren. Besonders interessant war es hier, etwas über die historische Nutzung des Geländes während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangenlager zu erfahren. Weiterhin war der Besuch des Lausitzer Braunkohletagesbaus „Welzow-Süd“ mit Besichtigung der Abraumförderbrücke F 60 möglich. Ein besonderes Highlight für die heranwachsenden Feuerwehrleute war in diesem Jahr der Besuch des Brandhauses im Außenbereich der Schule. Hier können unter realitätsnahen Bedingungen verschiedenste Einsatzlagen praxisnah simuliert werden: Vom Küchenbrand in voller Ausdehnung bis zum korrekten Anleitern und Betreten von brennenden Gebäuden.

Im Ergebnis einer anstrengenden und kräftezehrenden Woche fuhren alle Teilnehmer nach der feierlichen Verleihung der Leistungsspange am Sonnabend wieder zufrieden nach Hause. Die Kameraden Dirk Meyer von der Ortsfeuerwehr Kaufbach und Albrecht Godau von der Ortsfeuerwehr Kesselsdorf standen den Jugendlichen eine ganze Woche für den organisatorischen Rahmen, für Sorgen, Nöte und Anfragen zur Seite.

Dank der finanziellen Unterstützung von Frau Elizabeth Bakker von der Firma „Exnet – Das Experten-Netzwerk aus Dresden“ an die Jugendfeuerwehr Wilsdruff war es möglich, den Jugendlichen über die gesamte Woche zusätzliche kostenfreie Getränke und einmal abends ein Pizzaessen zur ermöglichen – an dieser Stelle herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung!

Wir danken den Jugendwarten/Betreuern der Jugendfeuerwehren der Stadt Freital, der Stadt Königstein, Bad Gottleuba sowie der Kreisjugendfeuerwehrwartin Kam. Annett Petters (Rathmannsdorf) für die konstruktive Zusammenarbeit über den gesamten Verlauf der Ausbildungswoche.

Albrecht Godau
im Namen der Jugendfeuerwehren von Wilsdruff

By | 2019-08-05T20:20:38+02:00 August 5th, 2019|