Sommerzeit – Übungszeit

Die letzten Wochen waren für die Wilsdruffer Ortswehren geprägt von mehreren Übungen. Dabei galt es verschiedene Szenarien abzuarbeiten. Den Anfang machte am 17. August der Bereich drei, aus dem die Ortsfeuerwehren Kesselsdorf, Kleinopitz und Oberhermsdorf nach Grumbach an einen Teich fuhren, um dort das aktuelle Thema eines Feldbrandes zu simulieren. Nach dem Herstellen einer stabilen Wasserversorgung und dem Verlegen der nötigen Schläuche und Armaturen entstand eine 140 m lange Wasserwand zum Abschotten eines Waldes vom angenommenen Feldbrand. Als plötzlich eine Person vermisst wurde, gingen alle auf die Suche. Die Kameraden wurden unter einem abgestellten Bootsanhänger fündig. Die dort präparierte Puppe wurde aufwendig mit viel technischem Gerät „gerettet“, ebenso wie das vor Angst auf einen Baum geflüchtete Kind. Nach der medizinischen Betreuung der beiden „verletzten Personen“ klang der Abend bei Leckereien vom Grill und fachlichen Gesprächen am Gerätehaus in Kleinopitz aus.

Am 13. September folgte eine bereichsübergreifende Übung in Grund. Bei der Firma KNOX Räucherkerzen wurde ein Schwelbrand und eine vermisste Person gemeldet, was um 17.48 Uhr in Mohorn, Blankenstein, Helbigsdorf, Herzogswalde, Kaufbach und Wilsdruff die Sirenen heulen ließ. Schnell gingen die Mohorner und Herzogswalder Kameraden zur Personensuche ins Gebäude vor, während die anderen Wehren außen alles Nötige zum Löschangriff aufbauten. Mit der Drehleiter wurde der angenommene Brand von oben bekämpft, während die Kaufbacher Kameraden aufgrund der Wasserknappheit in der Triebisch das Waldbad anzapften und das Wasser über eine lange Wegstrecke zum Einsatzort pumpten. Die Übung konnte sehr schnell erfolgreich abgeschlossen werden und nach dem gemeinsamen Aufräumen fand die Auswertung im Waldbad statt.

Die vorerst letzte Übung fand im Bereich eins statt. Die Ortswehren Limbach/Birkenhain, Grumbach, Kaufbach und Wilsdruff trafen sich auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Grumbach. Es wurde angenommen, dass es bei Reinigungsarbeiten in den Silos zu einer Verpuffung kam. In der Folge wurden drei Personen vermisst und das gesamte Objekt war stark verraucht. Es galt für die Wilsdruffer Wehr zwei Personen mittels Drehleiter vom Dach der Silos und eine Person aus dem Inneren zu retten, während die Grumbacher Kameraden das Feuer bekämpften. Die Kameraden aus Limbach und Kaufbach kümmerten sich derweil um eine stabile Löschwasserversorgung. Dazu wurde ein Hydrant angezapft und mittels langer Wegstrecke das Wasser an die Einsatzstelle gepumpt. In der Auswertung wurde deutlich, dass das Übungsziel sehr schnell erreicht wurde. Das gute Ergebnis ist auch auf die effektive Zusammenarbeit der Kameraden zurückzuführen.

Alle durchgeführten Übungen zeigen, dass die Feuerwehr Wilsdruff über einen sehr guten Ausbildungsstand verfügt und diesen in Notfällen entsprechend einzusetzen weiß. Ein großer Dank gilt den beiden genannten Firmen für die Bereitstellung der Objekte.

By | 2018-10-03T01:40:57+00:00 Oktober 3rd, 2018|