Hoch hinaus

Schon von Weitem sind die Kräne der Baustelle des Gymnasiums Wilsdruff zu sehen. Bei den sommerlichen Temperaturen wird das ganze Können des Kranführers gefordert – trotz Klimatisierung im Bedienstand. Doch wie wird richtig gehandelt, wenn ihm da oben etwas zustößt oder die Technik versagt? So kann es passieren, dass der Kranfahrer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbständig die Krankabine verlassen kann. Oder ein brennender Motor macht ihm den Rückweg unmöglich.

Um auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein, trainierten die Kameraden der Ortswehr Wilsdruff in luftiger Höhe die Rettung einer bewusstlosen Person aus der Krankabine, sowie die Brandbekämpfung eines brennenden Motors unterhalb der Krankabine. Dabei kamen die Wilsdruffer Drehleiter und Löschfahrzeuge zum Einsatz. Ziel war es, in kurzer Zeit die Löschwasserversorgung sicher zu stellen. Dazu mussten etliche Meter Schlauchmaterial bis zur nächsten Wasserentnahmestelle verlegt werden. Über einen speziellen 30 m langen B-Schlauch wurde die Verbindung über die Leiter zum Arbeitskorb sichergestellt. So konnten die Löscharbeiten in 30 m Höhe beginnen und der simulierte Brand rasch gelöscht werden.

Im zweiten Teil der Ausbildung musste die bewusstlose Person aus der Krankabine gerettet werden. Der Drehleitermaschinist hat dazu den genauen Standpunkt der Drehleiter festzulegen, um das gewünschte Ziel mit dem Rettungskorb erreichen zu können. Während der Rettung übernimmt eine Einsatzkraft im Korb die Steuerung. Die Übung wurde sicher durchgeführt und der Kranführer konnte am Boden dem Rettungsdienst übergeben werden. Es hat sich gezeigt, dass die Kameraden für solche Ereignisse gut gewappnet sind. Die dafür notwendige Technik ist vorhanden und einsatzbereit.

Daniel Quint
Ortswehrleiter Wilsdruff

By | 2018-08-13T19:20:00+00:00 August 15th, 2018|