Ausbildungswoche der Deutschen Jugendfeuerwehr 2018

Vom 16. bis 21. Juli 2018 führte die Jugendfeuerwehr Sachsen die jährliche Ausbildungswoche an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) in Nardt bei Hoyerswerda durch. Von Montag bis Donnerstag hatten Jugendliche die Möglichkeit, für die Abnahme der Leistungsspange – der höchsten Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr – zu trainieren. Die LFKS wurde außerdem für diese Zeit durch eine symbolische Schlüsselübergabe des Schulleiters – Landesbranddirektor Rene Kraus – an den Landesjugendfeuerwehrwart Peter Hartmann in „Landesjugendfeuerwehrschule Sachsen“ umbenannt. Viktoria Purkert, Ben Kühne, Oskar Rost, Eric Zimmermann, Yanik Kotzsch (JF Kesselsdorf), Michelle Gogol (JF Kaufbach), Erik Sonka (JF Grumbach) sowie Theo Schneider, Dominik Aehlig und Matthieu Bischoff (JF Wilsdruff) nahmen in diesem Jahr an der Ausbildung teil.

Um die Leistungsspange erhalten zu können, müssen folgende fünf Prüfungen von einer Gruppe bestehend aus neun Kameraden absolviert werden: 1.500 Meter Staffellauf, Kugelstoßen, Schnelligkeitsübung „lange Wegstrecke“, Vortragen und Aufbau eines Löschangriffs, Gruppengespräch zu Themen wie beispielsweise Aufbau und Organisation der Jugendfeuerwehr, Jugendpolitik oder Technik der Feuerwehr. Das heißt, es zählt nicht die einzelne Leistung, sondern die Leistung der gesamten Mannschaft. Teamarbeit steht an erster Stelle. Auch der Gesamteindruck des Auftretens der Gruppe während der gesamten Woche geht in die Wertung ein.

An der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule angekommen, bildeten sich zwei Mannschaften: Das „Team Einstein“ der Gesamtjugendfeuerwehr Wilsdruff sowie die Mannschaft „Team Multikulti“, welches sich aus den Jugendfeuerwehren Dohna, Rabenau-Oelsa-Karsdorf und Kaufbach zusammensetzte. Hier unterstütze Kam. Michelle Gogol das Team. Da für diese Mannschaft kein Betreuer angereist war, übernahmen wir diese Aufgabe gern. Wie bereits im vergangen Jahr, arbeiteten wir erneut mit der Jugendfeuerwehr Freital und der Jugendfeuerwehr Altendorf (Sebnitz) zusammen. Hierbei entstand über die gesamte Woche eine kameradschaftliche Kooperation zwischen unseren Jugendfeuerwehren.

Die einzelnen Teams trainierten täglich ehrgeizig und mit größter Disziplin bei Temperaturen von teils über 35 Grad Celsius im Schatten. Schon nach kurzer Zeit wuchsen sie zu geschlossenen Mannschaften heran. Auf dieser Basis konnte das Leistungsabzeichen am Freitag erfolgreich abgenommen werden.

In ihrer Freizeit hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über die Arbeit an der Landesfeuerwehr– und Katastrophenschutzschule sowie über die Geschichte der Landesjugendfeuerwehr Sachsen zu informieren. In diesem Jahr präsentierten sich die Ortsverbände Kamenz und Bautzen des THW (Bundesanstalt Technisches Hilfswerk) und stellten sich und ihre Technik vor. Weiterhin war der Besuch des Lausitzer Braunkohletagesbaus „Welzow-Süd“ mit Besichtigung der Abraumförderbrücke F 60 möglich. Um den Jugendlichen die erforderliche Erholung und Regeneration zu ermöglichen, besuchten wir das Lausitzbad Hoyerswerda und fuhren an den nahen Geierswalder See.

Trotz einer anstrengenden und kräftezehrenden Woche fuhren alle Teilnehmer nach der feierlichen Verleihung der Leistungsspange am Sonnabend wieder zufrieden nach Hause. Kamerad Jörg Rost von der Ortsfeuerwehr Oberhermsdorf stand den Jugendlichen eine ganze Woche für den organisatorischen Rahmen, für Sorgen, Nöte und Anfragen zur Seite.

Wir danken dem Jugendwart der Jugendfeuerwehr Altendorf (Sebnitz) sowie dem Stadtjugendwart der Stadt Freital für die konstruktive Zusammenarbeit über den gesamten Verlauf der Ausbildungswoche.

 

Albrecht Godau
im Namen der Jugendfeuerwehren von Wilsdruff

 

 

Bilder: Feuerwehr Wilsdruff / Jugendfeuerwehr Sachsen

 

By | 2018-07-30T07:16:45+00:00 Juli 30th, 2018|