Nach dem Herbststurm „Xavier“ Anfang Oktober war das Sturmtief „Herwart“ am 29. Oktober schon das zweite Unwetter, welches in diesem Herbst im Stadtgebiet zu zahlreichen Einsätzen führte. Bereits in der Nacht zum Sonntag intensivierte sich der Sturm, so dass gegen 6:24 Uhr der erste Alarm für die Ortsfeuerwehren in Mohorn und Herzogswalde ausgelöst wurde. In der Ortslage Mohorn wurden Windgeschwindigkeiten bis 140 km/h gemessen. Zu dieser Zeit herrschte noch Dunkelheit und zahlreiche umgestürzte Bäume waren bereits auf dem Weg zum ersten Einsatzort zu beseitigen. Die Einsatzkräfte mussten ihre Einsätze unter widrigsten Umständen abarbeiten. Dabei muss neben dem eigentlichen Einsatz auch stets mit einem Auge auf die Umgebung und die drohenden Gefahren durch beispielsweise herabstürzende Äste oder Dachteile geachtet werden.

In der Folge der einsetzenden Dämmerung wurden durch die Bevölkerung sehr viele weitere Gefahren gemeldet. Fast alle Ortsfeuerwehren wurden daher zu verschiedenen Einsatzstellen gerufen. Neben umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern waren abgeknickte und beschädigte Strom- und Telefonleitungen zu sichern. Auch ein abstürzender Schornstein musste durch die Kameraden gesichert werden.

Wieder einmal hat sich die kürzlich in Dienst gestellte Drehleiter verdient gemacht. So konnten zahlreiche Gefahrenstellen durch Arbeiten vom Korb der Drehleiter aus gesichert und abgearbeitet werden.

Insgesamt wurden die Ortsfeuerwehren innerhalb weniger Stunden zu mehr als 20 Einsätzen im Stadtgebiet gerufen.

Wir bedanken uns bei den Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen und das Verständnis dafür, dass bei einem derartigen Einsatzaufkommen infolge von Unwettern nicht alle Einsätze unmittelbar erledigt werden können. Aufgrund der hohen Einsatzzahl ist eine Priorisierung der Kräfte und Mittel nötig.

Team Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Wilsdruff