Am Sonntag, den 17. September 2017 trafen sich bei bestem Sonnenschein insgesamt 37 erlebnisorientierten Kameraden mit 13 Fahrzeugen aus allen Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Wilsdruff zu einer Geländefahrausbildung im Steinbruch Grumbach.

Diese Geländefahrausbildung wurde erstmalig in diesem Umfang organisiert und durchgeführt.  Es wurden durch den Steinbruch Grumbach in Abstimmung mit den Organisatoren acht Stationen vorbereitet, die der Realität von Einsatzfahrten abseits befestigter Wege und Straßen entsprechen. Ferner war es auch das Ziel, die Maschinisten zu sensibilisieren, dass im Gelände eine langsamere Fahrt notwendig ist, um sein Ziel zu erreichen. Letztlich geht es ja darum, zu jeder Zeit und bei jedem Wetter anzukommen und je nach Ereignis tätig zu werden.

Begonnen wurde mit dem Anfahren bergauf und anschließendem Fahren bergab. Bei einer Steigung von ca. 18 % war dies schon anspruchsvoll. Anschließend ging es über eine bucklige Strecke, wie es zuweilen nach Unwettern vorkommen kann. Eine weitere Herausforderung war das Überqueren eines Kammes, gepaart mit steiler (25 %!) Auf- und anschließender Abfahrt.

Alle verfügbaren Hilfsmittel sollten bei nasser Strecke, mit Steigung jenseits der 20%-Marke zeigen, wie unsere Fahrzeuge und Maschinisten miteinander vertraut sind. Auch hier die klassische Übung, Anhalten und das Anfahren am Berg, wie es nach Überspülung von Straßen notwendig sein kann. Auch das Gefühl für das richtige Bremsen war bergab auf dieser Stecke gefragt.

Etwas leichter, aber gewöhnungsbedürftig, war die Station des Fahrens auf einer Schräge.  Scheinbar leicht blieb als letzte Station das Fahren auf einem Schotterbett. Hier waren die Grenzen einiger Fahrzeuge ausgereizt.

Alle Fahrer waren hochkonzentiert bei der Sache bzw. beim Fahren und haben ohne Schäden die Strecke gemeistert. Sie haben gezeigt, dass sie mit den Fahrzeugen situationsgerecht umgehen können und die Fahrzeuge den gegebenen Anforderungen gewachsen sind.

Sicher – wir bewegen uns zu 90 % auf befestigten Verkehrsflächen. Aber nach Unwetter oder Ereignissen in ländlicher Flur – bei der Feldernte, bei Waldbränden oder anderweitiger ländlicher Nutzung – muss die Feuerwehr auch ans Ziel kommen. So erwarten die Bürger von der Feuerwehr, dass sie bei Notlagen mit den Kameraden und der erforderlichen Technik vor Ort kommt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Dietze, Betriebsleiter des Steinbruches Grumbach, für die Möglichkeit dieser Fahrausbildung und die gegebene Unterstützung beim Präparieren der Stationen bedanken. Da von Montag bis Samstag hier Hochbetrieb herrscht, kam nur ein Sonntag in Frage.

Ebenso möchte ich mich bei den Stationsverantwortlichen bedanken, welche die ganze Zeit ein wachsames Auge auf die Teilnehmer hatten und auch die Herausforderungen erläuterten.

Holger Ettrich                                        Olaf Böziger
Ortswehrleiter Grumbach                   stellv. Aus- und Weiterbildung