Kameraden der Ortsfeuerwehr Mohorn beim Einsatz auf dem Teleskopgelenkmast der Feuerwehr Dippoldiswalde. Foto: Nico Arnhold

Am 23. Februar 2017 kam es gegen 20:50 Uhr zu einer Verpuffung mit Brandfolge. Bereits gegen 22:00 Uhr wurde die Technische Einsatzleitung alarmiert. Der Stadtwehrleiter Falk Arnhold und Stellvertreter für Technik Daniel Menzel, auch in der TEL tätig, eilten zur Einsatzstelle nach Schmiedeberg. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der TEL nahmen sie den Einsatzleitwagen 2 (stationiert in Kreischa) des Landkreises Sächsische Schweiz Osterzgebirge in Betrieb und unterstützten damit die Örtliche Einsatzleitung. Die Einsatzleitung hatte vor Ort rund 240 Einsatzkräfte samt technischem Material zu führen – eine Mammutaufgabe!

Die Brandbekämpfung in der Gießerei stellte sich als äußerst komplex dar. Viele technische Gegebenheiten machten eine direkte Brandbekämpfung unmöglich, sodass große Mengen Sonderlöschmittel (500kg ABC-Pulver) an die Einsatzstelle geschafft werden mussten. Besonders schwierig stellten sich die Löschversuche der Dachhaut dar. Diese besteht aus drei Lagen, zwei davon mit Dämmung. Durch die hohe Temperatur musste die Dachhaut vor der Öffnung erst gekühlt werden. Da dies sehr personalintensiv war wurden aus dem gesamten Landkreis weitere Kräfte von Feuerwehr und auch THW hinzualarmiert. Die Ortswehr Mohorn rückte mit ihrem Löschgruppenfahrzeug mit neun Atemschutzgeräteträgern nach Schmiedeberg aus um die Kameraden vor Ort zu unterstützen.

Zwischen 5:00 Uhr und 15:00 Uhr am Folgetag kamen die Kameraden mehrmals zum Einsatz. So unterstützten diese z.B. beim Öffnen der Dachhaut und beim Ablöschen der Glutnester. Kurz nach 12:00Uhr kam die Anforderung unserer Flugdrohne um großflächige Bild- und Videoaufnahmen der Einsatzstelle anzufertigen. Mit dem Einsatzleitwagen fuhren zwei Kameraden nach Schmiedeberg. Leider mussten die Starts immer wieder abgebrochen werden, da sehr starke Windböen ein gefahrloses Fliegen nicht ermöglichten. Die Mohorner Kameraden konnten bei diesem sehr anstrengenden Einsatz ausgiebig die neubeschafften Einsatzuniformen testen. Das Fazit: eine Top-Schutzausrüstung die allen widrigen Wetter- und Einsatzverhältnisse trotzte – alles in allem eine sehr gute Investition in Tragekomfort und Sicherheit!

Bei diesem anstrengenden Einsatz wurden zahlreiche Erfahrungen gesammelt und das Zusammenspiel der Kräfte aus verschiedenen Organisationen und Orten praktiziert. Alle Kameraden kamen ohne Verletzungen nach Hause. (Text: Eric Sautner & Marwin Kretschmer)