Die Auslieferung eines Großteils der neuen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für alle 234 aktiven Kameraden der Feuerwehr Wilsdruff, die in der Regel bei Einsätzen ausrücken, ist am 6. Februar 2017 erfolgt. Die Nachlieferung der letzten acht Garnituren erfolgt Ende Februar. Derzeit erfolgt die Ausgabe an die Ortswehren. Ein hohes Maß an Funktionalität, Tragekomfort und Sicherheit wird durch die neue Schutzkleidung für die Einsatzkräfte gewährleistet. Damit sind die Einsatzkräfte auch in Extremsituationen, wie starke Hitzebeaufschlagung im Brandeinsatz oder lang andauernden Einsätzen unter extremen Witterungsbedingungen (Kälte, Dauerregen), bestens geschützt. Mit der neuen persönlichen Schutz ausrüstung haben die Feuerwehrkräfte nun eine Einsatzkleidung erhalten, die den aktuell höchstmöglichen Schutz bietet. Die hier zu beschaffende persönliche Schutzausrüstung besteht aus einer Feuerwehr-Überjacke und einer Feuerwehr-Überhose.

Die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung, insbesondere für Feuerwehrangehörige unter Atemschutz, haben sich in den letzten Jahren erhöht. Die vorhandenen Schutzausrüstungen erfüllen zwar noch die Sicherheitsanforderungen, jedoch sind diese mittlerweile schon „in die Jahre gekommen“ und müssen sukzessive ausgetauscht werden, da Reparaturen nicht mehr vollumfänglich möglich sind, um die größtmögliche Wirksamkeit zu erhalten.

Eine große Gefahr für Feuerwehrleute im Brandeinsatz sind die direkte Beflammung und die Hitzestrahlung. Wenn die Hitze durch das Material der Schutzbekleidung schlägt, kann das zu Verbrennungen am Körper führen. Die dem neusten Stand der Technik entsprechende Thermoisolation kann dies entscheidend verzögern – genau um jene Sekunden, die notwendig sind. Die Uniformen, mit neuestem Materialaufbau und Hightech-Zwischenlage, bieten deutlich mehr Schutz und Komfort, als die vorhandene, meist 10 bis 20 Jahre alte Kleidung. Die Hitzestrahlung wird fast zur Gänze über einen langen Zeitraum abgeblockt. Die bisherigen Uniformen, die noch dem Sicherheitsstandard entsprechen, werden – soweit möglich – gereinigt, repariert und in der Kleiderkammer der Feuerwehr Wilsdruff in Kesselsdorf aufbewahrt. Diese sollen jungen bzw. nach Wilsdruff zuziehenden Kameraden zur Verfügung gestellt werden, die als nicht Atemschutzgeräteträger im aktiven Dienst tätig sind. Alle Uniformen, die auf Grund von Verschleiß nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entsprechen und auch nicht reparabel sind, werden ausgesondert. Die Kosten für die Beschaffung liegen bei ca. 260.000 Euro.