Nach nunmehr einem Jahr intensiver Vorbereitung auf das Jubiläum anlässlich 150 Jahre Feuerwehr Wilsdruff kann zufrieden auf die zurückliegenden Tage geblickt werden. Begonnen hat das Jubiläumsjahr mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Feuer und Flamme“ im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff und kurz darauf der Festveranstaltung in der Saubachtalhalle sowie dem Tag der offenen Tür am Kleinbahnhof. Das große Highlight folgte dann im August mit der Festwoche. In dem Programm dürfte für jeden, Jung und Alt, etwas dabei gewesen sein.

Am Mittwoch, 20. August begannen die Kameraden der Feuerwehr Wilsdruff mit einer historischen Übung, bei der Technik aus den letzten 150 Jahren gezeigt wurde. Die älteste Pumpe ist genauso alt wie die Wehr selbst: 150 Jahre! Das jüngste Fahrzeug (Ortswehr Grumbach) wurde im Dezember 2013 feierlich übergeben. Rund 1.000 Gästen wurde vorgeführt, wie in der Zeit von 1864 bis heute Brände bekämpft werden. Neben der historischen Übung wurden am Mittwochabend auch noch die Gewinner des Dichterwettbewerbs der Stadtbibliothek bekannt gegeben und Klaus Brähmig (MdB) übergab für die Fahne der Wilsdruffer Kameraden ein Fahnenband.

Am Donnerstag wurde zur Klassiknacht geladen. Eingeladen wurde die Elblandphilharmonie mit ihrem „Philharmonic Swing“. Rund 800 Gäste, u.a. Landrat Michael Geisler, fanden sich auf dem Markplatz ein, um Hits wie „Singing in the Rain“ zu lauschen. Bereits feste Tradition zum Stadtfest in Wilsdruff ist die Hof- und Kneipennacht geworden. Zum sechsten Mal füllten die unzähligen Besucher am Freitag den Markt, die Straßen rund um das Zentrum sowie die kleinen Hinterhöfe und Keller einiger Privatleute. Trotz des nassen Wetters sind am Samstag rund 500 Besucher auf den Markt gekommen, um der Band „Abba da capo“ und „Sounds of Giants“ sowie DJ Jens zu lauschen und das Tanzbein zu schwingen. Noch ca. 1 Stunde vor Konzertbeginn wurde der Himmel tief schwarz und es schüttete, im wahrsten Sinne des Wortes, wie aus Eimern für eine kurze Zeit. Pünktlich startete die Band „Abba da capo“ mit ihren bekannten Abba-Hits. Nach dem einstündigen Konzert übernahm die Rockband „Sounds of Giants“ die Bühne.

Am Sonntag sollte eine Neuheit stattfinden. Der ökumenische Blaulichtgottesdienst. Und das mit Erfolg, so auch Pfarrer Dr. Dittrich und Pfarrer Weinhold. Rund 250 Kirchenmitglieder sowie Besucher fanden sich 09:30 Uhr auf dem Markt ein und feierten gemeinsam diesen Gottesdienst. Danach blieben die meisten Besucher direkt zum Frühschoppen und dem Platzkonzert des Wilsdruffer Feuerwehrblasorchesters. Während des Frühschoppens liefen bereits die letzten Vorbereitungen sowie die Aufstellung des 1.400 m langen Festumzugs auf dem Landbergweg, welcher dann pünktlich 14:00 Uhr startete. Etwa 3.500 Besucher haben sich den 50 Bilder umfassenden Festumzug bei schönstem Sonnenschein angeschaut. Zum Festumzug haben neben den Ortswehren auch befreundete Hilfsorganisationen und Freunde der Feuerwehr Wilsdruff mit verschiedenen Bildern beigetragen. So zum Beispiel das THW Dippoldiswalde, DRK Ortsverband Freital und die Feuerwehr Freital. Auch das Feuerwehrmuseum Zeitz war mit einigen Fahrzeugen vertreten. Zum großen Abschluss des Jubiläums haben sich die Kameraden etwas noch nie da Gewesenes ausgedacht: Einen sächsischen Zapfenstreich mit anschließender Lasershow. Damit zeigten die Kameraden der Feuerwehr Wilsdruff, dass Historisches und Modernes perfekt zusammen passt.

Wir – die Feuerwehr Wilsdruff und der Stadtverein Wilsdruff e. V. – bedanken uns bei allen Gästen, darunter auch den Ehrenmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Wilsdruff, Werner Müller (Oberbrandinspektor a. D.), Jutta Ebert (vormalige Hauptamtsleiterin) und Arndt Steinbach (Landrat des Landkreises Meißen und vormaliger Bürgermeister von Wilsdruff), die uns durch ihre Teilnahme die Ehre erwiesen und allen Mitwirkenden sowie den großzügigen Sponsoren, ohne deren Unterstützung dieses Festwochenende nicht möglich gewesen wäre.

Bilder von den Veranstaltungen können Sie unter www.wilsdruff112.org finden.